Pneumologie – Diagnostik



Lungendiagnostik

Nach einer ausführlichen Anamnese stehen uns in meiner Privatpraxis für Pneumologie und Innere Medizin im Palais am Jakobsplatz verschiedene Methoden zur Verfügung, um Ihren Gesundheitszustand zu checken, mögliche Symptome abzuklären und die Lungenfunktion zu überprüfen - selbstverständlich nach höchsten technischen und wissenschaftlichen Standards.

Messung der Lungenfunktion/ Bodyplethysmographie

Die Bodyplethysmographie ist ein Verfahren der Pneumologie zur Messung der Lungenvolumina, des Atemwiderstands und der Atemkraft - das derzeit präziseste Lungenfunktionsmessgerät auf dem Markt. Mit diesem Hochleistungsapparat können neben allen Volumina ca. 25 Parameter der Lunge berechnet werden. Daraus ziehen wir diverse Schlüsse:

  • Entzündungsgrad der Bronchien
  • Größe der Lunge
  • Funktionsweise der Atmung
  • Trainingsgrad der Atemmuskulatur
  • Atemwegswiderstand der kleinen, mittleren, großen Bronchien
  • Einfluss inhalativer Schadstoffe auf die Bronchien.

Maßnahmen zur differenzierten Lungendiagnostik:

  • Bodyplethysmographie
  • Inhalative Provokation
  • P.01: Bestimmung der Atemkraft
  • Diffusionsmessung
  • FeNo Messung
  • Spiroergometrie
  • Allergiediagnostik
  • Pleurasonographie

 

Inhalative Provokation

Im Allgemeinen unterscheiden wir in der Pneumologie zwischen allergischem und nicht-allergischem (intrinsischem) Asthma. Grundsätzlich ist bei beiden Formen eine bronchiale Verengung und Verkrampfung die Ursache. Um genau diese Reaktion festzustellen oder auszuschließen, bietet sich der inhalative Provokationstest an. Der Test (die Provokation) ist eine etwas aufwendige, aber dafür sehr aufschlussreiche Untersuchung und die einzige Möglichkeit, um definitiv eine Asthma- bzw. eine asthmatische Komponente zu beweisen oder auszuschließen. Der oder die PatientIn muss hierbei eine ungefährliche Lösung einatmen und in dem darauffolgenden Lungenfunktionstest wird die Reaktion des Bronchialsystems gemessen. Das Verfahren ist selbstverständlich gesundheitlich völlig unbedenklich.

Diffusionsmessung

Mit einer Diffusionsmessung kann der Arzt abschätzen, wie gut die Lunge Sauerstoff in das Blut aufnehmen kann. Die Diffusionskapazität ist eine Messgröße, die nur in der Bodyplethysmographie ermittelt werden kann. Bei Menschen mit Lungenemphysem (irreversible Erweiterung der Bronchiolen) oder COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankungen) ist die Diffusionskapazität zum Beispiel vermindert. Bei diesem Test gibt man dem oder der PatientIn eine bestimmte „Test-Luft“ zum Atmen. Sie enthält eine gesundheitlich unbedenkliche Menge an Kohlenmonoxid (CO). Der Unterschied zwischen dem CO-Gehalt in der Ein- und Ausatemluft entspricht der vom Körper aufgenommenen Menge an CO. Da Sauerstoff (O2) und CO sich gleich verhalten, lässt sich daraus folgern, wie gut die Lunge Sauerstoff aufnehmen kann.

Messung der Sauerstoffaufnahme in der Belastungsuntersuchung/ Spiroergometrie

Die akkurateste Leistungsuntersuchung der Inneren Medizin ist die sogenannte Spiroergometrie. Hiermit untersuchen wir die Leistungsfähigkeit des ganzen Körpers, im Speziellen des Herz-Kreislauf-Systems und des Atmungsorgans. Es dient nicht nur zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit, sondern auch zur Diagnostik einer bestehenden Limitierung. Je nachdem, ob das Herz-Kreislauf-System oder die Lunge die allgemeine Leistungsfähigkeit einschränken, entwickeln wir gezielte Trainingspläne. Hier profitieren meine PatientInnen von meiner engen Zusammenarbeit mit erfahrenen Sportmedizinern sowie individuellen Fitnesstrainern.
Zusätzlich biete ich in meiner Praxis eine Grundumsatzanalyse an, in der ich den aktuellen Stoffwechsel unter die Lupe nehme, als Basis für einen optimalen Ernährungsplan.

P.01: Bestimmung der Atemkraft

Im Bodyplethysmograph lässt sich auch die Zugkraft der Atemmuskulatur messen und so Störungen der Atemkraft feststellen. Damit können wir die Auswirkung von Erkrankungen des Muskelapparates oder des Zwerchfells auf die Atmung bestimmen

FeNo Messung

Die FeNo-Messung ist in der Pneumologie eine innovative, unkomplizierte und sichere Methode zum Nachweis einer Atemwegsentzündung. Die Abkürzung steht für "Fraktioniertes exhaliertes NO (Stickstoffmonoxid)". Stickstoffmonoxid (NO) ist ein wichtiger Botenstoff, der in den Atemwegen und im Nervensystem gebildet wird und vor allem bei Entzündungen eine entscheidende Rolle spielt. Die ermittelte NO-Konzentration verhält sich proportional zum Entzündungsgrad der Atemschleimhaut. Im Verlauf können die FeNO-Werte im Zusammenspiel mit Beschwerdebild, klinischem Befund und Lungenfunktion wertvolle Hinweise geben, ob die anti-entzündliche Therapie ausreichend ist oder gesteigert werden muss. Die Durchführung ist einfach und schnell. Nach einer tiefen Ausatmung folgt ein tiefes Einatmen und dann erneut eine gleichmäßige Ausatmung über 10 Sekunden gegen einen Widerstand. Das Gerät liefert bereits nach Sekunden ein Ergebnis.
Das gemessene FeNo ist ein wichtiger Parameter, der zur richtigen Diagnose und zur richtigen Therapie führt, bzw. die Effektivität einer begonnenen Therapie überprüft – und das in weniger als fünf Sekunden. Die FeNO-Messung bietet etwa bei Asthma bronchiale, aber auch bei anderen Erkrankungen der Atemwege (z.B. COPD) eine wertvolle Entscheidungshilfe.

Allergiediagnostik Blut und Haut

Wir können Allergien sowohl über die Haut als auch über eine Blutuntersuchung bestimmen. Die Kombination aus beiden bietet ein optimales und in höchstem Maße genaues Ergebnis. (Prick-Test, serologische Allergiediagnostik).

Pleurasonographie

Die Ultraschalldiagnostik (Sonographie) ist eine der am weitesten verbreiteten bildgebenden Untersuchungsverfahren und aus der Inneren Medizin nicht mehr wegzudenken. Diese Technik ermöglicht durch das Aussenden und Empfangen von unschädlichen Ultraschallwellen die Darstellung unterschiedlicher Strukturen des Körperinneren. Im Unterschied zu Bildgebenden Verfahren kann man mit der Sonographie bestimmte Bewegungen beurteilen. Mit diesem Verfahren ist es uns beispielsweise möglich, das Zwerchfell in der Beweglichkeit zu untersuchen und krankhafte Prozesse zu erkennen.

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